Freelancer-Verträge und NDAs erklärt - Welche Vereinbarung brauchst du?

Ein verständlicher Überblick über gängige Verträge – NDA, Dienstleistungsvertrag für Freelancer, Mietvertrag, Arbeitsvertrag, Partnerschaft, Darlehen und Kaufvertrag –, was sie regeln, die wichtigsten Klauseln und wie du kostenlos einen erstellst.

Ein Handschlag funktioniert, bis etwas schiefgeht. Eine kurze schriftliche Vereinbarung sorgt dafür, dass beide Seiten dasselbe verstehen: wer was macht, zu welchem Preis, bis wann – und was passiert, wenn sich Pläne ändern. Dieser Ratgeber erklärt die häufigsten Verträge in einfacher Sprache und zeigt, wie du schnell einen erstellst.

Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Gesetze unterscheiden sich je nach Land und Region. Lass wichtige Verträge vor der Unterschrift von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen.

Welche Vereinbarung brauchst du?

Situation Vertrag
Du teilst vertrauliche Informationen (eine Idee, Code, Kundenliste, Businessplan) Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Du beauftragst einen Freelancer oder arbeitest selbst als einer Dienstleistungs- / Freelancer-Vertrag
Du vermietest oder mietest eine Wohnung Wohnungsmietvertrag
Du stellst jemanden ein Arbeitsvertrag
Du gründest mit jemandem ein Geschäft Partnerschaftsvertrag
Du leihst einer Person Geld oder leihst dir welches Privater Darlehensvertrag
Du verkaufst ein Auto, Geräte oder einen anderen Gegenstand Kaufvertrag

Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)

Ein NDA schützt vertrauliche Informationen, die du mit jemandem teilst.

  • Gegenseitiges NDA: Beide Seiten teilen und schützen Informationen, zum Beispiel zwei Unternehmen, die eine Zusammenarbeit prüfen.
  • Einseitiges NDA: Nur eine Seite teilt Informationen, zum Beispiel ein Startup, das einem Freelancer sein Produkt zeigt.

Wichtig sind: Was gilt als vertraulich, was nicht (etwa bereits öffentliche Informationen), wofür die Informationen genutzt werden dürfen und wie lange die Pflicht gilt.

Dienstleistungs- oder Freelancer-Vertrag

Der nützlichste Vertrag für Freelancer und ihre Auftraggeber. Er sollte regeln:

  • Leistungsumfang: was genau geliefert wird – und was nicht dazugehört
  • Zeitplan: Beginn, Fristen und Meilensteine
  • Vergütung: Honorar, Zahlungszeitpunkt (Anzahlung, nach Meilensteinen oder bei Abschluss) und Regeln bei Zahlungsverzug
  • Korrekturen: wie viele Korrekturschleifen enthalten sind
  • Rechte: wem das Ergebnis gehört und wann die Rechte übergehen (oft nach vollständiger Zahlung)
  • Kündigung: wie beide Seiten den Vertrag beenden können und was dann zu zahlen ist
  • Selbstständigkeit: der Freelancer ist kein Angestellter

Ein klarer Leistungsumfang und ein Zahlungsplan verhindern die meisten Streitigkeiten.

Wohnungsmietvertrag

Ein Vertrag zwischen Vermieter und Mieter. Er regelt die Wohnung, Miete und Fälligkeit, Kaution, Mietdauer, wer Nebenkosten und Reparaturen trägt, Regeln (Haustiere, Rauchen, Untervermietung) und Kündigungsfristen. Das Mietrecht ist stark national geprägt – in Deutschland gelten zum Beispiel strenge gesetzliche Vorgaben. Prüfe die Regeln an deinem Wohnort.

Arbeitsvertrag, Partnerschaft, Darlehen und Kaufvertrag

  • Arbeitsvertrag: Position, Aufgaben, Beginn, Gehalt, Arbeitszeit, Leistungen, Kündigungsfrist und Verschwiegenheit.
  • Partnerschaftsvertrag: Beitrag jedes Partners, Verteilung von Gewinn und Verlust, Entscheidungsfindung und was passiert, wenn ein Partner aussteigt.
  • Privater Darlehensvertrag: Betrag, Zinsen (falls vereinbart), Rückzahlungsplan und was bei einer verpassten Rate passiert. Sehr sinnvoll, auch unter Freunden und in der Familie.
  • Kaufvertrag: Nachweis, dass ein Gegenstand verkauft wurde – mit Käufer, Verkäufer, Beschreibung, Preis und Datum. Häufig beim Autoverkauf nötig.

Klauseln, die jeder Vertrag haben sollte

  1. Die Parteien: vollständige Namen und Anschriften
  2. Datum, ab dem der Vertrag gilt
  3. Was jede Partei tut, klar und konkret
  4. Geld: Beträge, Fälligkeiten und Zahlungsweg
  5. Laufzeit und Kündigung: wie lange er gilt und wie er endet
  6. Vertraulichkeit, falls relevant
  7. Anwendbares Recht: welches Recht gilt
  8. Unterschriften und Datum aller Parteien

Vertrag kostenlos erstellen (Schritt für Schritt)

  1. Öffne den Vertragsgenerator.
  2. Wähle die Vertragsart.
  3. Gib Parteien, Daten, Beträge und wichtigste Bedingungen ein. Die Vorschau aktualisiert sich beim Tippen, leere Felder werden markiert, damit nichts fehlt.
  4. Ergänze bei Bedarf eigene Klauseln unter „Additional terms“.
  5. Lade ihn als Word (.docx) zum Weiterbearbeiten oder als PDF zum Unterschreiben herunter.

Die Verträge werden auf Englisch erstellt, und alles entsteht in deinem Browser – deine Angaben werden nicht hochgeladen.

Den Vertrag unterschreiben

Beide Parteien sollten den Vertrag unterschreiben und datieren, und jede sollte eine Kopie behalten. Elektronische Signaturen sind in vielen Ländern für die meisten Verträge zulässig, manche Dokumente (bestimmte Immobilien- oder Amtsdokumente zum Beispiel) erfordern aber eine handschriftliche Unterschrift, Zeugen oder eine notarielle Beurkundung. Prüfe die Regeln an deinem Wohnort.

Häufige Fragen

Ist ein Vertrag aus einer Vorlage rechtsverbindlich? Ein unterschriebener Vertrag ist in der Regel verbindlich, wenn beide Seiten klaren Bedingungen zustimmen, die Anforderungen unterscheiden sich aber je nach Land. Eine Vorlage ist ein guter Ausgangspunkt – lass wichtige Verträge anwaltlich prüfen.

Kann ich den Vertrag bearbeiten? Ja. Lade die Word-Datei herunter und bearbeite sie in Microsoft Word, Google Docs oder LibreOffice.

Ist das kostenlos? Ja, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen.

Jetzt Vertrag erstellen. Es dauert etwa fünf Minuten.